21.11.2021dasailer DSC2523 2

Eigentlich sollte es nur eine Frage der Höhe sein. Der aufgrund des Impfstatus mit nur 10 Feldspielern angereiste EV Weiden aber wollte sich mit der Opferrolle nicht zufriedengeben.

 

Die Landsberger hatten im ersten Spielabschnitt kaum nennenswerte Torgelegenheiten, dafür aber unnötige Strafzeiten. Zudem kam das schwache Unterzahlspiel, sodass Weiden eine Minute vor der Pause das 0:1 markierte. Dies war wie ein Weckruf, den Jonas Mosler am lautesten hörte und nur 20 Sekunden später zum 1:1 Ausgleich einschoss. Noch im Torjubel begriffen schlug es wiederum nur 35 Sekunden danach wieder auf Landsberger Seite ein. Weidens Bester Otto Nurminen schickte Jan-Erik Schmidt, der Torwart Manu Geiger keine Chance ließ.
Im zweiten Drittel änderte sich wenig. Bei den Hausherren klappte fast nichts: Pässe auf kürzeste Entfernungen fanden keinen Abnehmer, verlorene Zweikämpfe und eine extrem verkrampfte Spielweise. Es war buchstäblich der Wurm drin.
Was auch immer sich in der Drittelpause abgespielt haben mag, aber das Schlussdrittel hatte ein anderes Gesicht. Der HCL kam wie aufgewacht aufs Eis, schnürte die Oberpfälzer minutenlang ein und erarbeitete sich einige gute Torchancen. Allerdings brauchte es eine doppelte Überzahl, ehe Manu Müller das schönste Tor des Tages schoss. Sein Direktschuss bedeutete den Anschlusstreffer zum 2:3, und man hatte noch 10 Minuten Zeit, den Ausgleich zu erzielen. Was danach kam, war außer einer guten Möglichkeit für Mosler aber wieder viel zu unkonzentriert und überhastet. Auch ein Überzahlspiel kurz vor Schluss brachte die Gäste nicht mehr in Gefahr. Sie retteten den knappen Vorsprung leicht bis zum Ende und nahmen drei wichtige Punkte mit. Die HCL U20 wirkte ratlos und frustriert. Vielleicht war der selbst gemachte Druck auch zu groß, denn die Leichtigkeit eines guten Eishockeys war nur sehr selten zu erkennen.

U20 gegen EV Weiden 2:3

 

 

Foto: Sailer